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Röm. kath. Vereinshausstiftung VHS PDF Drucken E-Mail


Unser kath. Vereinshaus

 

Image„Das war eine tolle Idee“ würde die heutige Generation unseren Vorfahren zurufen, die im Jahre 1943 mutig den Entschluss fassten, das Haus zum „alten Adler“ am Rathausplatz 9 zu erwerben. (Gemäss Kant. Denkmalschutz aus dem Jahre 1791). Das damalige Ziel war es, das Vereinsleben der kath. Standesvereine zu aktivieren und ihnen damit neue Versammlungsräume zur Verfügung zu stellen. Die sieben engagierten Mitbürger waren Pfarrer Josef Zumbühl, Apotheker Dr. Josef Bruhin, Kantonsrat Josef Kafader, Betreibungsbeamter Alois Jurt, Vermittler Josef Mächler, Schulrat Josef Steinegger und Gottfried Schnellmann, Papeterist. In der schwierigen Kriegszeit war es nicht einfach, dafür die notwendigen Finanzen von Fr. 40'000.- zu erlangen, doch mit der persönlichen Bürgschaft aller Stiftungsrats-Mitglieder gelang ihnen dies.

 

Die Stiftung ist dem römisch-katholischen Recht und damit der Oberaufsicht des Bischofs von Chur unterstellt, was dieser auch mit der Genehmigung vom 19. Aug. 1943 bestätigte. Nach Art 2 der Stiftungsurkunde hat die Vereinshaus-Stiftung den Zweck

 

a) Betrieb und Verwaltung des Hauses

b) Um- und Ausbau des genannten Hauses, um die dem Pfarramt Lachen unterstellten und von
    ihm anerkannten Vereine in ihrer Tätigkeit zu unterstützen.

Nach Art. 5 der Statuten darf das Stiftungskapital geäufnet und ergänzt werden, durch die Mietzinsen der obliegenden Wohnungen, durch Schenkungen und durch weitere Beiträge der Gönner und Freunde des Hauses.

 

Im Parterre hatten wechselnd kleinere Geschäfte ihre Läden eingerichtet, bis dann die Vereine auch diese Räume benötigten.

 

Zu Beginn teilten sich die Verhandlungsräume im 1. Stock: der Gesellenverein, die Jungfrauen-Kongregation, der Männer-Arbeiterverein, der Frauen-Arbeiterinnenverein, der Blauring, die Paramentengruppe, der Mütterverein und die Pfarrbibliothek.

 

Die Vereinsmitglieder beteiligten sich aktiv am Umbau und der Neugestaltung dieser Räume.

 

Im Jahre 1958 konnte eine Liegenschaft von 1100m2 am Kirchweg/Gerbi erworben werden.

 

Im Jahre 1969 wurde das Haus renoviert und der schöne Riegelbau erfreute jedermann. Im Jahre 1975 vernichtet ein Brand das Vereinshaus fast vollständig. Eine Neubau wurde notwendig. Unter der initiativen Führung von Herrn Pfarrer Ernst Ackermann konnte bereits im Jahre 1976 das Vereinshaus, neu aufgebaut und mit grösseren Räumen wieder bezogen werden.

 

ImageDas Vereinshaus ist im Laufe der Zeit zu einem neuen Mittelpunkt im Pfarreileben geworden. Die ausgiebige Nutzung und die guten Möglichkeiten von kleineren und mittleren Veranstaltungen führten bereits zu gewissen Engpässen, sodass Ende der 80er Jahre, unter Leitung von Herrn Pfarrer Adelbert Ambauen erste Planungsschritte mit der Besichtigung  von verschiedenen Pfarreiheimen begonnen wurden. Die Vereine wurden in die Planung einbezogen und es kamen verschiedene Varianten ins Gespräch. Doch war die Finanzierung noch eine echte Knacknuss, obwohl unsere Liegenschaft in der Gerbi bereits vorhanden war. Ein erstes Modell scheiterte u.a. an den zu gross angesetzten Wohneinheiten, die zur Mitfinanzierung des Objektes gedacht waren.

 

Der im Jahre 1993 neu gewählte Pfarrer Edgar Hasler konnte dann die Bistumsleitung von der Mitfinanzierung durch Fondsbeiträge überzeugen und das neue Projekt in der Gerbi wurde weiter vorangetrieben. Das Architekturbüro MB unter Leitung von Hans Bisig unterbreitete uns, auf Grund unserer neuen, erneut mit den Vereinen diskutierten Ziel- und Raumprogrammes, ein unseren Wünschen und Vorstellungen entsprechendes Projekt, für das die Stimmbürger am 20. Januar 2002 die Beiträge aus den Fonds mit grosser Mehrheit bewilligten. Inzwischen ist auch das „alte Vereinshaus“ am Rathausplatz verkauft worden um die Finanzierung des neuen Projektes zu ergänzen.

 

ImageDas neue Projekt umfasst im Parterre: einen Pfarreisaal mit bis zu 150 Personen Kapazität, eine Küche mit Office, ein grosses Entrée mit den Büros für Pfarrei und Kirchgemeinde und verbunden mit einer grossen Freitreppe im 1. Obergeschoss ein Foyer für Ausstellungen, 3 Gruppenräume, 1 Bibliothek und 1 Archiv, 2 Räume für pastorale Mitarbeitende und das Sitzungszimmer, sowie 5 Wohnungen im 2. und 3. OG.

 

ImageDas neue Pfarreiheim wurde am 22. August 2004 mit einem grossen Pfarreifest eingeweiht und steht unserer Pfarrei damit mit seinen vielfältig nutzbaren Optionen zur Verfügung. Das Pfarreiheim Gerbi ist inzwischen zu einem neuen Mittelpunkt im Pfarreileben unserer Gemeinde geworden.

 

Der heutige Stiftungsrat besteht aus Pfarrer Edgar Hasler, Präsident (von Amtes wegen), Dr. Herbert Bruhin-Binkert, Max Schnellmann-Trütsch, Dr. Martin Ziegler und Ernst Zweifel.

 

Es besteht auch die Möglichkeit einer Benutzung der Räume des Pfarreiheim Gerbi.